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14. Mai 2012

Neue Geräte senken die Strahlenbelastung für Patienten

Die Abteilung für Strahlentherapie des Klinikums Konstanz hat zusammen mit der Praxis Prof. Zwicker und Partner nach eineinhalb Jahren die komplette Erneuerung ihres Geräteparks abgeschlossen und liegt mit ihrer Ausstattung auf Universitätsniveau.

Frau Dr. Sylke Liebig, Dr. Felix Zwicker und Frau Ulrike Botha an den neuen Geräten der Klinik für Strahlentherapie am Klinikum Konstanz

© Klinikum Konstanz

Abb: Frau Dr. Sylke Liebig, Dr. Felix Zwicker und Frau Ulrike Botha an den neuen Geräten der Klinik für Strahlentherapie am Klinikum Konstanz

Im Einzelnen verfügt die Konstanzer Strahlentherapie über ein Tomotherapiegerät, das einen ganz neuen Weg der Strahlenapplikation auch in höchst komplexe Tumorzielgebiete ermöglicht. In Deutschland ist dies eines von 12 Geräten dieser Art.

Ein neu installierter Linearbeschleuniger der konventionellen Bauart kann sowohl komplexe Zielgebiete in "intensitätsmodulierter" Technik behandeln als auch einfach erreichbare Tumore in besonders schnellen Bestrahlungssitzungen. Die Bestrahlungsdauer reduziert sich damit auf ca. ein-zwei Minuten.

Ebenfalls wurde eine andere Art der Strahlenbehandlung, die so genannte "Afterloading"- Therapie komplett erneuert. Bei dieser Strahlentherapieform wird eine radioaktive Strahlungsquelle über vorbereitete Leitungen in Körperhöhlen eingeführt, um direkt im Tumorzielgebiet zu wirken. Bei besonders schwierigen Tumoroperationen kann der Chirurg die entsprechenden Leitungen in mögliches Tumorrestgewebe einlegen und so eine hochdosierte interstitielle Strahlentherapie in 3-D Technik ermöglichen, ohne dass von außen durch gesundes Gewebe gestrahlt werden muss.

Des Weiteren arbeiten die Ärzte der Strahlentherapie und der Urologie bei der Behandlung von Prostata-Karzinomen zusammen. Hier kann bei bestimmten Stadien und Befundkonstellationen durch Dauerimplantation von kleinen strahlenden Jod-Körnchen erfolgreich und nebenwirkungsarm behandelt werden.

Aber auch die Behandlung von Gelenksarthrosen wird angeboten, so z.B. die niederdosierte Bestrahlung von schmerzhaften Gelenken durch Strahlung von außen oder in besonderen Fällen die hochdosierte Bestrahlung mit ins Gelenk injizierten radioaktiven Substanzen.

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