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Klinikum Konstanz, Pressemitteilung
Donnerstag, 25.03.2010

Innovation und Qualität für Konstanzer Patientinnen auf internationalem Niveau

Kooperation im Bodenseeraum erforscht neue Wege zu einer verbesserten Brustkrebstherapie.

Das Ansprechen auf eine Therapie im Falle einer Brustkrebserkrankung verläuft individuell unterschiedlich und wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. 2010 startet deshalb eine neue, länderübergreifende Kooperation im Rheintal-Bodenseeraum. Ziel ist die Erfassung und Evaluierung von Biomarkern für eine optimierte, individuelle Therapieführung bei Brustkrebs.

Das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten von Brustkrebs hat sich in den letzten Jahren wesentlich erweitert. Verschiedene neue medikamentöse Therapieformen werden in absehbarer Zeit verfügbar sein. Nicht alle Patientinnen sprechen jedoch gleich gut auf diese Therapien an und so kann der Verlauf einer Erkrankung individuell sehr unterschiedlich sein. Ein Grund für diese individuellen Unterschiede liegt in der Variabilität des Erbguts, der DNA.

Dies soll nun in einer 2010 startenden, länderübergreifenden Kooperation zwischen Kliniken und bioanalytischen Labors im Rheintal-Bodenseeraum unter der Koordination des „Vorarlberger Institut für vaskuläre Forschung“ (VIVIT) untersucht werden. Konkret geht es um den Einfluss von genetischen Faktoren auf Verlauf und Therapieansprechen bei einer Brustkrebserkrankung. Anhand umfassender und gut charakterisierter Patientengruppen werden Veränderungen in Genen, die sich zum Beispiel auf den Wirkungsmechanismus oder die Verstoffwechselung von Medikamenten auswirken, mittels modernster Laborverfahren analysiert. Eine dadurch erreichte Identifizierung relevanter genetischer Marker kann zukünftig dazu beitragen, die für die Patientin bestmögliche Therapieführung abzuleiten. Ebenso können Therapien, auf die Brustkrebspatientinnen nicht ansprechen, frühzeitig ausgeschlossen werden. Dadurch können sich vermeidbare Nebenwirkungen sowie unnötig entstandene Kosten für das Gesundheitssystem maßgeblich einschränken lassen.

Weitere Partner sind das Landeskrankenhaus Feldkirch, das Brustzentrum Bodensee, vertreten durch die Frauenklinik am Klinikum Konstanz, sowie die GATC Biotech AG in Konstanz. „Ich sehe es als großen Erfolg an, dass das Projekt die Förderzusage der EU und des InterregIV-Programms erzielt hat“, so der Konstanzer Chefarzt der Frauenklinik, Privatdozent Dr. med. Stefan Rimbach. Das Projekt wird über Mittel der EU und dem Interreg IV-Programm "Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein" ko-finanziert.

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