Zurück zur Startseite | Pressemitteilungen

Klinikum Konstanz, Pressemitteilung
Mittwoch, 08.04.2009

Klinik für Urologie stellt sich neu auf

Abteilung bietet nach Neustrukturierung breites Leistungsspektrum mit moderner Medizintechnik

In fünf Monaten hat Privatdozent Dr. Niko Zantl Akzente gesetzt: Der Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie ist im November vergangenen Jahres von der Urologischen Klinik und Poliklinik der Technischen Universität München nach Konstanz gekommen. Seitdem hat er mit seinem dreiköpfigen Team das medizinische Leistungsspektrum erheblich erweitert und Medizintechnik angeschafft, die dem aktuellen Stand der Forschung entspricht. "Alles ist komplett neu: Wir können nun das breite Spektrum der Urologie anbieten."

Der Start hat sich schnell herumgesprochen: Die Anzahl der behandelten Patienten steigt stetig an und auch das Einzugsgebiet der Patienten erweitert sich bis weit über die andere Seeseite hinaus, hat Zantl beobachtet. Als Konsequenz wird das Ärzteteam im Juli um einen weiteren Kollegen erweitert. In einer ersten Bilanz sagte Zantl: "In kaum einer anderen medizinischen Fachrichtung ist der Erfolg oder Misserfolg einer Behandlung für den Patienten so schnell sicht- und spürbar wie in der Urologie, so zum Beispiel bei Inkontinenz oder Impotenz. Wir freuen uns, dass die Patienten mit uns zufrieden sind."
Schwerpunkte der Klinik für Urologie sind nun die Behandlung von Prostatakrebs, der künstliche Blasenersatz (zum Beispiel nach Blasenkrebs), die Behandlung und Vorbeugung von Inkontinenz sowie die Kinderurologie, bei der neben der Behandlung von Hodenhochstand und Vorhautverengung vor allem die Harnabflussstörungen im Mittelpunkt stehen. Mittelfristig plant Zantl die Etablierung eines interdisziplinären Prostata- und eines Beckenbodenzentrums.

Ein Schwerpunkt ist auch die Behandlung von Steinerkrankungen. Rund vier Prozent der Bevölkerung leiden unter Steinen in Nieren, Blase oder Harnleitern. Ihre Entstehung kann beispielsweise durch Stoffwechselerkrankungen begünstigt werden. Kleine Kristalle, die sich üblicherweise im Urin lösen, lagern sich in der Niere an und wachsen durch weitere Kristalle an. Hat der Stein eine Größe erreicht, mit der er die ableitenden Harnwege nicht mehr passieren kann oder diese sogar verstopft, können starke Schmerzen, so genannte Steinkoliken, entstehen.

Am Klinikum Konstanz können die Urologen dann entweder berührungslos von außen mittels Stoßwellenzertrümmerung, oder schonend über einen flexiblen Zugang durch die Harnröhre den Stein zerstören. Durch einen millimeterdünnen Schlauch zertrümmert ein Laserstrahl den Stein in der Niere. Der verbleibende feine "Gries" wird durch die Instrumente abgeführt.

Durchmesser von fünf Millimeter bis zu vier Zentimeter kann ein solcher Nierenstein messen. "In manchen Fällen ist auch eine Zerstörung von außen in einem Stichkanal oder eine offene Operation angebracht", erläutert Dr. Zantl. Dank der kompletten Neuausstattung der Klinik sind moderne Instrumente zur Therapie wie auch zur vorausgehenden Diagnostik vorhanden.

Zu den Seiten der Urologie

Nach oben
Zurück zur Startseite
Auswahlseite Pressemitteilungen