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Darmkrebs kann jeden treffen. Doch Darmkrebs ist auch die einzige Krebserkrankung, die sich zu hundert Prozent verhindern lässt. Die niedergelassenen Gastroenterologen von Konstanz und die Ärzte des Darmzentrums am Klinikum Konstanz laden am Donnerstag, 19. März, zum Aktions- und Informationstag "Konstanz gegen Darmkrebs" in das Quartierszentrum am Klinikum ein.
Der Kampf gegen Darmkrebs liegt den Konstanzer Medizinern am Herzen: "Mit wenig Aufwand kann den Menschen viel Leid erspart werden", sagt Prof. Hans-Bernd Reith, Chefarzt der Klinik für Viszeral-, Kinder- und Gefäßchirurgie am Klinikum Konstanz. Jährlich werden am Klinikum mehr als 150 Menschen an Darmkrebs operiert. "Soweit müsste es erst gar nicht kommen. Die Teilnahme an einer Darmkrebsfrüherkennung bedeutet einen geringen Aufwand mit einer großen Wirkung", betont Dr. Per Fredrik Barlinn. Denn die Entwicklung vom unscheinbaren Polypen bis zum bösartigen Tumor ist lang. Verdächtige Polypen können schon bei einer Darmspiegelung entfernt werden, bevor sie gefährlich werden. "Wenn Darmkrebs im ersten Drittel seines Entstehens entdeckt wird, bestehen fast hundertprozentige Heilungschancen", betont Dr. Hans-Georg Lutz.
Die Früherkennung, aber auch die Therapie und die Nachsorge nach Darmkrebs stehen im Mittelpunkt des Aktionstags der Konstanzer Ärzte. Von 17 bis 19 Uhr werden Dr. Thomas Hannemann, Internist am Klinikum, Prof. Reith, Dr. Barlinn und Dr. Lutz in Kurzvorträgen verständlich über Darmkrebs informieren und Fragen der Besucher beantworten.
An Ständen können sich Interessierte bei der Diätberatung der Gastronomiebetriebe des Klinikums Konstanz über Ernährung und Krebs informieren, die Deutsche Solidargemeinschaft für Stomaträger (ILCO) ist präsent und auch die Stiftung Lebensblicke gibt Informationen.
Jedes Jahr erkranken nach Angaben der Stiftung Lebensblicke 71 000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs. Im Jahr 2007 starben laut statistischem Landesamt in Baden-Württemberg 1094 Menschen mit Darmkrebs. Damit war im Jahr 2007 Darmkrebs nach Lungenkrebs die zweithäufigste Todesursache infolge einer Krebserkrankung. Durch Früherkennung könnten nahezu alle Darmkrebsfälle verhindert oder geheilt werden. Doch viel zu wenige Menschen nutzen die Vorsorgeuntersuchung, wohl auch deshalb, weil Darmtumore im Frühstadium keine Beschwerden verursachen. Selbst wenn bei einer Vorsorgeuntersuchung Krebs erkannt wird, sollte kein Patient den Kopf in den Sand stecken, warnt Prof. Reith: "Es lohnt sich, von Anfang an zu kämpfen."
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