Zurück zur Startseite | Pressemitteilungen
Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen schreitet voran: Bislang kamen rund zehn Prozent der Patienten der bisherigen Belegabteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Klinikum Konstanz aus der Schweiz. Nun wurde die Belegabteilung von Sozialministerium Baden-Württemberg und Krankenkassen als neue Hauptfachabteilung am Klinikum Konstanz genehmigt: Chefarzt Dr. Dr. Frank Palm bietet am Bodensee mit seinem Team ein Behandlungsspektrum auf universitärem Niveau, das in südbadischen Krankenhäusern einmalig ist. Dank der verstärkten Zusammenarbeit zwischen dem Kanton Thurgau und dem Landkreis Konstanz kommt dies auch Schweizer Patienten zugute.
Hochspezialisierte Medizin muss nicht an Universitätskliniken gebunden sein. "Hier findet ein Paradigmenwechsel im Gesundheitswesen statt", sagt Dr. Dr. Frank Palm. Er beweist als Chefarzt mit seinem Leitenden Oberarzt Dr. Dr. Martin Roser in Konstanz, dass Kompetenzzentren nicht an Universitäten gebunden sein müssen. Palm und Roser haben sich weltweit einen Namen gemacht und sind begehrte Gäste bei internationalen Fachkonferenzen. Palm, der eine Professur in Pisa innehat, ist 2003 nach seiner Tätigkeit an der Universitätsklinik Göttingen und dem Bundeswehrkrankenhaus Ulm nach Konstanz gekommen. Aus einer Ein-Mann-Praxis mit Belegbetten am Klinikum Konstanz ist inzwischen organisch eine fünfköpfige Mannschaft mit spezialisiertem Fachwissen und einem breiten Behandlungsspektrum gewachsen - ein Team, das sowohl in der Klinik für MKG am Klinikum Konstanz wie auch im Facharzt-Ambulatorum wirkt.
Das Können der Ärzte hat sich schnell unter den Patienten herumgesprochen. Jährlich registriert Palm rund 2000 neue Patienten. In den vergangenen Jahren haben er und sein Team 12000 Menschen mit Erkrankungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich behandelt. Patienten aus dem Bodenseeraum, darunter rund zehn Prozent aus der Schweiz, aber auch aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Europa, den USA, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Südamerika finden den Weg nach Konstanz. Erst vor kurzem hat Palm einen Patienten aus Seattle behandelt, der auf Empfehlung seines amerikanischen Arztes gekommen war.
Neben der Grundversorgung für die Menschen der Region wie die Versorgung von sämtlichen Verletzungen des Gesichtsschädels und der Wundversorgung der Gesichtsweichteile unter Berücksichtigung ästhetische-plastischer Grundsätze gehören Kieferkammaufbauplastiken mit Eigenknochen auch bei hochgradigem Knochenschwund, die chirurgische Behandlung von Geschwülsten der Mundhöhle und angrenzender Regionen, aufwändige Rekonstruktionsverfahren unter Einschluss mikrochirurgischer Gewebeverpflanzungen sowie kieferverlagernde Eingriffe zur Korrektur komplexer Wachstumsstörungen des Gesichtsschädels zum Behandlungsspektrum.
"Wir sind stolz, dass wir unseren Patienten ein solches Angebot machen können", sagt Prof. Gert Müller-Esch, medizinischer Direktor des Klinikum Konstanz. Die Klinik für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie ist in einer neu sanierten Station mit Seeblick mit den Belegabteilungen für Augen- und Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde als Kopfklinik zusammen gefasst. So sind die Wege zu den Kollegen kurz. Auch die Kooperation mit den Fachrichtungen Onkologie und Strahlentherapie am Klinikum Konstanz sind eng. Wo nötig, wird die stationäre Nachsorge durch erfahrene Physiotherapeuten des Klinikums unterstützt.
Die Behandlungsqualität zeigt sich unter anderem in einer sehr geringen Anzahl von Rezidiven - nur bei sehr wenigen Patienten kommt es zu Komplikationen nach einer Operation. "Das hat die Krankenkassen dazu bewogen, uns als Klinik zu unterstützen", sagt Palm. Die Zufriedenheit der Patienten stützt sich auf die hohe Fachkompetenz, aber auch auf die familiäre und entspannte Atmosphäre in der MKG-Klinik. Dazu trägt bei, dass die stationäre wie ambulante Behandlung Hand in Hand gehen. "Wenn der Operateur die Nachsorge bietet, entstehen keine Versorgungslücken", betont Palm. Chefarzt Palm und Oberarzt Roser sind nach wie vor als niedergelassene Ärzte im hochwertig ausgestatteten Ambulatorium tätig. Zur Diagnostik steht zum Beispiel ein digitaler Volumentomograph zur Verfügung, den sich manche Universitätsklinik nicht leistet. Palm ist sich sicher: "Die Struktur hier vor Ort ist im besten Sinne eine Win-Win-Situation - für das Ambulatorium und das Klinikum, aber in allererster Linie für unsere Patienten."

Bildtext:
Das MKG-Team (von links): Chefarzt Dr. Dr. Frank Palm, Oberarzt Dr. Dr. Martin Roser, die Assistenzärzte Philipp Futter und Matthias Kebernik, der Facharzt Andreas Borst und PJ Rebecca Cremer.
Zahlen und Daten (der bisherigen Belegabteilung für MKG am KIinikum Konstanz):
Jährlich 3500 chirurgische Eingriffe, über 1300 Implantate pro Jahr, 250 onkologische, 200 traumatologische Eingriffe, zahnärztlich chirurgische, ästethische Eingriffe und Eingriffen aus dem Bereich der Fehlbildungen (Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten, Dysgnathien, etc.)
Nach oben
Zurück zur Startseite
Auswahlseite Pressemitteilungen
Copyright: 2009 Klinikum Konstanz, info@klinikum-konstanz.de