Seltener Besuch am Klinikum Konstanz: Der Bundesminister der Verteidigung Dr. Franz Josef Jung hat das Mobile Medizinische Operationszentrum des Sanitätsdienstes der Bundeswehr am Klinikum besichtigt. Der Sanitätsdienst unterstützt das Klinikum mit 20 Containern und 13 Zelten im Klinikpark, nachdem ein Brand in der Nacht vom zweiten auf den dritten Juni den Zentral-OP so stark in Mitleidenschaft gezogen hatte, dass in den sechs Operationssälen bis auf weiteres nicht operiert werden kann. "Das ist ein hervorragender Einsatz", sagte der Minister nach der Besichtigung des OP-Zentrums und dem Gespräch mit Mitarbeitern des Klinikums.
Jung lobte die gute Zusammenarbeit zwischen dem Klinikpersonal und den Angehörigen der Bundeswehr. Während Ärzte und Funktionskräfte des Klinikums im MOPZ arbeiten, werden sie von zwölf Soldaten des Sanitätsdienstes unterstützt, die das Funktionieren der Infrastruktur der Anlage gewährleisten. Der Minister sagte dem Klinikum und Konstanz die weitere Unterstützung des Sanitätsdienstes zu: "So lange Sie die Einrichtung brauchen, so lange können wir sie zur Verfügung stellen - im Interesse der medizinischen Versorgung der Menschen in Konstanz und der Region". Das Klinikum plant bis Mitte Januar die Inbetriebnahme eines neuen OP-Zentrums mit sechs Operationssälen in modularer Bauweise auf der Rückseite des Funktionstraktes.
Bürgermeister Claus Boldt, Bundestagsabgeordneter Andreas Jung und Klinikdirektor Medizin, Prof. Gert Müller-Esch, dankten dem Minister für den schnellen Einsatz. Die Soldaten der Bundeswehr konnten bereits drei Tage nach dem Brand mit dem Aufbau des OP-Zentrums beginnen. "Ich habe in Berlin vor niemandem mehr Respekt als vor Ihnen", sagte Andreas Jung im Rückblick auf das beherzte, unbürokratische Eingreifen des Ministers. Bürgermeister Boldt sagte, dass sich das Mobile Medizinische Operationszentrum gelassen der 100-Tage-Prüfung stellen könne. In den zurück liegenden drei Monaten hätten der Sanitätsdienst der Bundeswehr wie auch die Mitarbeiter des Klinikums hervorragende Arbeit geleistet. Den Leistungswillen des Klinikpersonals wie auch der Soldaten lobte auch Klinikdirektor Müller-Esch. Dank ihres Engagements sei das Vertrauen der Bevölkerung in das Klinikum trotz der besonderen Umstände nicht getrübt. Seit der Inbetriebnahme des MOPZ sind hier über 500 Patienten operiert worden.

Bildtext: Bundesminister der Verteidigung Franz Josef Jung spricht vor dem Mobilen Medizinischen Operationszentrum. Von links: Verteidigungsminister Jung, Klinikdirektor Finanzen und Wirtschaft Martin Stuke, Pflegedirektorin Barbara Hitzler, MdB Andreas Jung, Chefarzt Martin Runkel, Generalarzt Frank Schindelhauer, Klinikdirektor Medizin Prof. Gert Müller-Esch. Bild: Klinikum Konstanz