Klinikum Konstanz, Pressemitteilung
Donnerstag , der 28.08.2008

Weg zur Verlagerung des Vincentius-Krankenhauses geebnet

Mehrheitseigentümer und Kleinaktionäre erarbeiten gemeinsam Neubauplanung

Der Weg zur Verlagerung des Vincentius-Krankenhauses von der Unteren Laube in einen Neubau an der Luisenstraße ist geebnet. Die Hauptversammlung der Vincentius-Krankenhaus gAG hat der Änderung der Satzung zugestimmt, in der bislang der Betrieb des Krankenhauses an den Standort Untere Laube festgeschrieben ist. "Mit dem Neubau kann der bereits bestehende gute überregionale Ruf der Fachklinik weiter ausgebaut und die Zukunft der Vincentius Krankenhaus AG sichergestellt werden", sagt Vorstand Martin Stuke.

Die Kooperation zwischen der Mehrheitseigentümerin Spitalstiftung und den Kleinaktionären in den vergangenen Monaten habe sich bewährt, sagt Bürgermeister Claus Boldt in seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats. "Spitalstiftung und Kleinaktionäre wollen nur das Beste für das Krankenhaus und damit für die Patienten. So kamen wertvolle Anregungen von beiden Seiten", so Boldt. Der Verein der Kleinaktionäre wird auch zukünftig in Entscheidungsprozesse eingebunden: Nach Beginn der Amtszeit des neuen Gemeinderats im Jahr 2009 erhält er einen Aufsichtsratssitz.

Die Mehrheitseigentümerin Spitalstiftung, die knapp 95 Prozent der Aktien hält, und die Kleinaktionäre der Vincentius-Krankenhaus gAG haben sich auf Eckpunkte zum weiteren Vorgehen verständigt, die in einem notariellen Vertrag festgelegt wurden. Die im Frühjahr gemeinsam erarbeitete Neubauplanung ist demnach Grundlage für die Fördergespräche beim Sozialministerium. Sie sieht 72 Betten einschließlich sechs IMC-Betten (Intermediate-Care) sowie eine Rehabilitations-Abteilung mit 36 Betten vor. Die rechtliche und organisatorische Eigenständigkeit der orthopädischen Fachklinik (Akutklinik und Reha-Abteilung) mit jeweils eigener ärztlicher Klinikleitung wird beibehalten. Das Vincentius-Krankenhaus verfügt auch nach dem Umzug über eine eigene orthopädische Physiotherapie und ein Bewegungsbad. Die patientenorientierten Abläufe wie Sprechstunde, Eigenblutspende und Aufnahmeverfahren werden nach dem herkömmlichen bewährten Verfahren weiterhin vollzogen. "Wir sind uns darin einig, dass die bisherige qualitätvolle medizinische Versorgung auch nach der Verlagerung in einem eigenständigen Vincentius-Krankenhaus gewährleistet sein muss", sagt der Vorsitzende des Vereins der Kleinaktionäre Franz Ellegast. "In unserer Auseinandersetzung mit dem Mehrheitsaktionär ging es uns nicht um persönliche Vorteile. Unsere Sorge galt ausschließlich dem erfolgreichen Fortbestehen des Vince", fügt Ellegast an.

Im neuen Funktionsanbau am Klinikum stehen dem Vincentius-Krankenhaus drei Operationssäle zu. Davon werden zwei ausschließlich für hochaseptische (keimfreie) orthopädische Operationen durch die Vincentius-Krankenhaus AG genutzt. Der dritte OP kann bei festgestelltem Bedarf und bei freien Kapazitäten des Vincentius-Krankenhauses gegen ein Nutzungsentgelt vom Klinikum Konstanz genutzt werden, allerdings ausschließlich für nichtseptische Eingriffe im neurochirurgischen beziehungsweise unfallchirurgisch/ orthopädischen Bereich.

Die Spitalstiftung bestellt ein Erbbaurecht/ Teilbaurecht zugunsten der Vincentius-Krankenhaus AG nach den Erbbaurichtlinien der Spitalstiftung. In der Außendarstellung bleibt das Haus eigenständig, unter anderem mit einem eigenen Eingang und eigenem Empfang. Die Spitalstiftung Konstanz stellt Parkplätze wie im bisherigen Umfang an der Laube für Personal und Besucher am neuen Standort zur Verfügung.