Klinikum Konstanz |
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Das Natürliche ist etwas ganz BesonderesStillen fördert die Beziehung zwischen Mutter und Kind und ist Nahrung für die Seele. Muttermilch ist gesund, braucht keine Zubereitung und enthält genau all die Bestandteile, die Ihr Baby braucht. Nebenbei bleibt es auch durch die mütterlichen Abwehrstoffe vor Krankheiten und Allergien geschützt. Muttermilch ist kostenlos und stets verfügbar.
Die Bedeutung des Stillens für Mutter und KindDie WHO empfiehlt, ein Baby während den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen, denn Muttermilch enthält in der richtigen Art und Zusammensetzung viele Nährstoffe, Vitamine und Mineralstiffe, so wie es Ihr Kind braucht. Sie passt sich optimal den wachsenden Bedürfnissen des Kindes an. Stillen ist mehr als bloße Nahrungsaufnahme. Es ermöglicht Ihrem Kind, auf einfache und natürliche Weise Vertrauen zu entwickeln und setzt in einzigartiger Weise die in der Schwangerschaft entstandene Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kinde fort. Ihr Baby fühlt sich geborgen und kann Sie mit allen Sinnen wahrnehmen: Neben positiven Aspekten für die Gesundheit und Entwicklung des Babys bietet das Stillen mehr: das Saugen an der Brust begünstigt eine optimale Entwicklung der Gesichts' und Mundmuskulatur sowie des Kiefers. Dies schützt vor Zahnfehlstellungen und fördert die Sprachentwicklung. Die ersten Stunden nach der Geburt
Manche Babys fangen bald nach der Geburt an, die Brustwarze zu suchen und wollen saugen. Wir stellen, wenn möglich, Routinemaßnahmen an Ihnen und Ihrem Kind zurück, um Ihnen gleich zu Anfang ein ungestörtes Miteinander beim ersten Anlegen des Kindes an Ihre Brust zu ermöglichen. Falls es aus medizinischer Sicht etwas hektischer nach der Geburt zugeht, machen Sie sich keine Sorgen: Bindung entsteht auch mit Verzögerung. Das Anlegen kann zum frühestmöglichen Zeitpunkt nachgeholt werden. Unterstützt wird dieser Bindungsprozess durch viel Körperkontakt und durch das 24 Stunden Rooming-in. Auch bei einem Kaiserschnitt erfolgt das sogenannte Bonding, sobald Sie dazu in der Lage sind. In der Zwischenzeit bieten wir dem Vater an, Sie dabei zu vertreten. Korrektes AnlegenDie korrekte Anlegetechnik und die richtige Stillposition sind entscheidend für den Stillerfolg. Die Schwestern und Hebammen der Station werden Ihnen behilflich sein. Sie zeigen Ihnen die möglichen Stillpositionen:
Es ist wichtig, zwischen den Stillpositionen zu wechseln: Brust und Brustwarze werden so von verschiedenen Seiten beansprucht, alle Milchgänge werden entleert. Durch die Anregung verschiedener Bereiche des Drüsengeweses wird die Milchbildung gefördert. StillrhythmusWie oft ein Kind an die Brust will, ist in den ersten Tagen sehr unterschiedlich und hängt auch vom Temperament Ihres Kindes ab. Stillen Sie Ihr Baby nach Bedarf und geben Sie ihm so die Möglichkeit, seinen eigenen Rhythmus zu finden. Wichtig ist, dass Sie auf die Hungersignale Ihres Kindes achten und legen sie es dann an Ihre Brust. 24 Stunden Roomin-inDamit Sie Ihr Baby bereits bei den ersten dezenten Hungerzeichen anlegen können, genießen Mutter und Kind bei uns das 24 Stunden Rooming-in. Das bietet Ihnen die einzigartige Chance, sich mit Ihrem Baby ungestört vertraut zu machen, denn Sie haben es von Anfang an Tag und Nacht bei sich. Sie lernen die Bedürfnisse Ihres Kindes kennen und entsprechend darauf zu reagieren. Alternative FütterungsmethodenIn den ersten vier bis sechs Wochen ist es günstiger, auf Sauger und Schnuller zu verzichten, bis sich das Stillen etabliert hat. Sauger und Schnuller verändern das Saugverhalten Ihres Babys und beeinträchtigen die Milchbildung. Hungerzeichen bei Ihrem Baby werden leichter übersehen. Ausnahme sind Frühgeborene und kranke Neugeborene, die von der Mutter getrennt sind. Sollte es aus medizinischer Sicht notwendig sein, dass Ihr Kind zusätzlich abgepumpte Muttermilch oder andere Flüssigkeiten benötigt, werden alternative Fütterungsmethoden angewendet und Ihr Kind entweder direkt an der Brust oder mit Becher, Löffel oder Spritze zugefüttert. Und was ist mit Papi?Auch die Väter beziehen wir gerne in die Versorgung des Babys mit ein, weil ihre Unterstützung sowohl für die Mutter als auch für das Kind von großer Bedeutung ist. Nicht nur für Mutter und Kind ist die Zeit nach der Geburt von vielen neuen Erfahrungen und von Unsicherheit geprägt, auch der Vater braucht Zeit, sich in seiner neuen Rolle zurechtzufinden. Während das Stillen biologisch der Frau vorbehalten ist und sie damit viel Zeit verbringt und dadurch eine intensive Beziehung zu Ihrem Kind aufbauen kann, hat der Vater andere Möglichkeiten, die Beziehung zu seinem Kind zu intensivieren. Die Suche des Kindes nach Wärme, Nähe, Geborgenheit, eine frische Windel oder ein entspannendes Bad, das alles sind Bedürfnisse, die vom Vater "gestillt" werden können. Nehmen Sie sich viel Zeit für Ihr Kind, nutzen Sie die Möglichkeiten, mit ihm Kontakt zu haben und Sie werden spüren, wie die Liebe zu ihm kontinuierlich wächst. Aus der Beziehung zu zweit wird eine Dreierbeziehung mit neuen Aufgaben, neuen Prioritäten, aber auch neuen Chancen, die es gemeinsam zu nutzen gilt. Nehmen Sie sich Zeit, Eltern zu werden. Weitere interessante Informationen: |
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