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Terminales Lungenemphysem

Terminales Lungenemphysem

Von Emphysem spricht man bei einer Überblühung der Lunge, die dann wesentlich mehr Luft als im gesunden Zustand enthält. Ursache ist zumeist langjähriges, sehr starkes Zigarettenrauchen.

"Terminales Lungenemphysem" meint die Situationen, bei denen alle medikamentösen und anderen sog. konservativen Therapien ausgeschöpft sind und der Patient invalidisiert ist.

Symptome:

Die Atemnot steht ganz im Vordergrund der Beschwerden. Diese Atemnot kann so ausgeprägt sein, dass die Patienten der permanenten Sauerstoffzufuhr bedürfen und trotzdem nicht oder kaum in der Lage sind, den täglichen Verrichtungen des Alltages nachzukommen.

Da sie ihre ganze Kraft für das Atmen benötigen, sind diese Patienten nicht selten untergewichtig - man spricht dann von "pulmonaler Kachexie".

Therapie:

Unter ganz bestimmten Voraussetzungen kann man einem Teil dieser Patienten eine Operation anbieten - die sog. Lungenvolumenreduktion. Hierbei werden die am meisten geschädigten Teile der Lunge entfernt, um der verbleibenden Lunge mehr Platz im Brustkorb zu bieten und so die Atemarbeit effizienter zu gestalten. Auch die Operation kann in den meisten Fällen minimal-invasiv durchgeführt werden.

Vor einer eventuellen Operation muss der Patient sehr genau untersucht und das Für und Wider einer Operation diskutiert werden. Wichtigster Partner für den Thoraxchirurgen hierbei ist der Pneumologe.

Kommt die Operation in Betracht, schließt sich eine mindestens sechswöchige Vorbereitungsphase an, in der der Patient unter physiotherapeutischer Betreuung intensiv trainiert: Atem- und Ausdauertraining, Muskelaufbau, Sekretolyse etc.

Der Patient und seine Angehörigen müssen wissen, dass eine Heilung nicht möglich ist. Bei richtiger Auswahl, Vorbereitung und Durchführung der Operation kann jedoch zumeist die Lebensqualität deutlich verbessert und die Zeit zu einer ggf. notwendigen Lungentransplantation überbrückt werden.

Vorbeugung

In Deutschland sinkt die Zahl der rauchenden Erwachsenen (derzeit rund 25%). Leider steigt jedoch die Zahl der rauchenden 12- bis 18-Jährigen, wobei insbesondere der Anteil der Mädchen und jungen Frauen zunimmt.

Wir wissen schon lange, dass die Gefahr, dauerhaft vom Nikotin abhängig zu sein, vor allem dann besonders groß ist, wenn das Zigarettenrauchen im Teenageralter begonnen wird. Besonders schlimm: Von den Rauchern, die im Jungendalter damit begonnen haben (klassisches "Einstiegsalter" ist 12 bis 14 Jahre) versterben die Hälfte in ihrem weiteren Leben an den Folgen des Rauchens! Wer jedoch bis zu seinem 20. Lebensjahr nicht mit dem Rauchen begonnen hat, wird wahrscheinlich immer Nichtraucher bleiben.

Der Klinik für Thoraxchirurgie und dem Lungenzentrum Bodensee ist es ein großes Anliegen, den Kindern und Jugendlichen die Gefahren des Rauchens und der damit verbunden Sucht zu erklären.

Chefarzt Dr. Kiefer hat schon an seinem vorherigen Arbeitsplatz in zahllosen Veranstaltungen, die im Rahmen der Suchpräventionsprogramme der Schulen organisiert wurden, um die jungen Menschen über diese Gefahren und die zugrunde liegenden Mechanismen aufzuklären. Dieses Angebot gilt natürlich auch jetzt für Schulen in Konstanz und dem gesamten Bodenseeraum.

Kontakt:

Klinik für Thoraxchirurgie im Lungenzentrum Bodensee
Klinikum Konstanz
Luisenstr. 7
78464 Konstanz
Tel.: 07531/801 - 1901
Fax: 07531/801 - 1905
Lungenzentrum@Klinikum-Konstanz.de

Links zum Thema Raucherentwöhnung:

(Die Links öffnen in einem neuen Fenster)

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Be smart - don't start
- www.ift-nord.de/ift/be


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