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Am SPZ Konstanz werden Psychomotorikgruppen für Kinder im Kleinkind- Vorschul- und Schulalter angeboten, die von einer Physiotherapeutin und einer Ergotherapeutin geleitet werden.
Was will Psychomotorik?
Zuerst einmal:
Dann erst:
Eine psychomotorische Förderung beginnt mit dem Versuch, das Selbstwertgefühl des Kindes zu stärken und versucht von da aus, dem Kind in seiner spezifischen Situation (Umfeld) bessere Möglichkeiten in die Hand zu geben, komplexe Situationen erfolgreich zu bewältigen.
Die psychomotorische Entwicklung kann bei Entwicklung-, Leistungs- und Verhaltensstörungen eine wesentliche Rolle spielen.
Störungen der Bewegungskoordination, der Balance, der Gewandtheit, der Kraft und Schnelligkeit, fein- und grobmotorischer Bewegungen können sich in unterschiedlicher Weise in vielen Leistungs- und Verhaltensbereichen auswirken.
Grundlage unserer therapeutischen Planung ist daher eine differenzierte und interdisziplinäre Diagnostik.
Ansatzpunkt:
Die Gruppentherapie ist ein wesentlicher Bestandteil der psychomotorischen Förderung. Die Kinder erfahren sich in der Auseinandersetzung mit anderen.
Jedes Kind soll sich neben der Wahrung seines eigenen Bereiches als Teil der Gruppe erleben: an den Gemeinsamkeiten teilhaben, mit anderen etwas machen, anderen etwas zeigen, einander zusehen, eigene Ideen und Wünsche klarmachen und im spielerischen Handeln umsetzen.
Ansatzpunkte der Förderung sind dabei nicht die Schwächen, Defizite oder Auffälligkeiten eines Kindes, sondern die Stärken, Bedürfnisse, Wünsche und Vorlieben.
Unterstützt durch ausgewähltes Material entwickeln die Kinder im Spiel miteinander und unter Anleitung der Therapeuten Handlungsplanung, Lösungsstrategien und Sozialkompetenz. Dabei werden verhaltenstherapeutische Strategien eingesetzt.
Zielsetzung:
Im Mittelpunkt steht die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und Handlungsfähigkeit des Kindes. Diese werden über den Erwerb von Ich-Kompetenz (den eigenen Körper wahrnehmen, erleben, kennen lernen, mit ihm umgehen), Sachkompetenz (die Umwelt wahrnehmen, sich an Umweltgegebenheiten anpassen, mit ihr umgehen können, sie verändern können) und Sozialkompetenz (andere wahrnehmen, sich an diese anpassen, mit anderen sinnvoll umgehen, andere verändern können) erlangt.
Zielgruppen:
Die gezielte Förderung in einer Psychomotorikgruppe für Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten, Kinder mit Lern-, Leistungs- und Verhaltenstörungen (Kinder mit Schwerpunkt ADHS), ängstliche, zurückgezogene Kinder, die wenig oder gar keinen Spaß an der Bewegung haben sinnvoll.
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