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Sozialpädiatrisches Zentrum

Fachbereich Psychologie
Petra Scherbarth-Roschmann, Sandra Matheus, Andreas Wacker

Diagnostik

Die psychologische Diagnostik bildet eine wichtige Säule in der interdisziplinären Arbeit des SPZ. Dabei kommen alle gängigen psychologischen Testverfahren in Kombination mit einer ausführlichen Verhaltensbeobachtung des Kindes zum Einsatz. Auf diese Weise werden sowohl der globale geistige Entwicklungstand, als auch spezifische Teilleistungen (Aufmerksamkeit, Lesen, Rechtschreibung, Rechnen etc.) erfasst. Die Abklärung von tiefgreifenden Entwicklungsstörungen (frühkindlicher Autismus, Asperger-Syndrom) ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit.

Die Psychologen/Innen des SPZ arbeiten mit den anderen Fachkräften Hand in Hand. Je nach Fragestellung kommen Untersuchungen der anderen Fachbereiche hinzu: Ärztlicher Bereich, Logopädie, Ergotherapie, Krankengymnastik.

Bei welchen Kindern?

Im Säuglings- und Kleinkindesalter sind es oft Verhaltensauffälligkeiten, wie exzessives Schreien , Ein- und Durchschlafstörungen, Fütterstörungen, die die Eltern veranlassen, Rat oder Abklärung zu suchen (kombinierte psychologische und kinderärztliche Untersuchung in der Spezial-Ambulanz " Säuglings- und Kleinkinder-Sprechstunde).

Häufige Fragestellungen im Vorschulalter sind oft Entwicklungsstörungen der Sprache, kombinierte Entwicklungsstörungen, emotionale Störungen, Wahrnehmungsstörungen, Teilleistungsstörungen, hyperkinetische Störungen, geistiger Entwicklungsrückstand oder Behinderung und Mehrfachbehinderung.

Im Schulalter führen oft Teilleistungsstörungen, Abklärung von kombinierten Entwicklungsstörungen, Lernbehinderungen/Hochbegabung und Verhaltensauffälligkeiten zur psychologischen Untersuchung.

Was kommt nach der Diagnostik?

Nach der Diagnostik der verschiedenen Fachrichtungen bieten wir den Eltern ein Befundgespräch an, in dem alle Einzelbefunde erläutert und in einen Zusammenhang gestellt sowie in ihrer Bedeutung für die Entwicklung des Kindes beurteilt werden. Gemeinsam wird ein Behandlungsplan entwickelt. Häufig bleibt es nicht bei einer einmaligen "Diagnoserunde", sondern es besteht die Möglichkeit einer längerfristigen Begleitung durch das SPZ-Team mit wiederholten Entwicklungskontrollen, Supervision externer Therapien sowie ggf. neuer Abstimmung von Behandlungskonzepten.

Dazu gehört oft auch der Kontakt zu Schulen und Kindergärten im Sinne einer optimalen Erfassung und therapeutischen Veränderung der Lebenswirklichkeit der Kinder. Für Lehrer/innen und Erzieher/innen kann es zu Förderung des Verständnisses sehr wichtig sein zu wissen, welche Beeinträchtigung, aber auch welche Ressourcen vorliegen.

Beratung

Bei Bedarf folgt eine Beratung und psychologische Begleitung der Eltern, z.B. bei Verhaltensauffälligkeiten, zur Verarbeitung der Behinderung eines Kindes oder bei Problemen in der familiären und sozialen Umwelt, die die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen können. Auch im Rahmen der Frühgeborenen-Nachsorge und bei Kindern mit tiefgreifenden Entwicklungsstörungen wird diese Beratung und psychologische Begleitung angeboten.

Ein wichtiger Bestandteil einer Beratung/Behandlung ist die Aufklärung der Eltern und die Aufklärung des Kindes. Erst nach der Aufklärung können Eltern und Kind ihre Fähigkeiten und Schwierigkeiten richtig einschätzen und fühlen sich den Situationen nicht mehr hilflos ausgeliefert. Wichtig ist dabei die Hervorhebung positiver Eigenschaften sowie die Aufklärung über biologische Faktoren, um zu verhindern, dass Eltern und Kinder die Schuld für die oft verfahrenen Situationen alleine bei sich suchen. Die Aufklärung der Eltern erfolgt überwiegend in Einzelberatungen.

Gruppen

Neben der individuellen Diagnostik der Kinder und Beratung der Eltern bietet die psychologische Abteilung am SPZ Konstanz spezifische Gruppentrainings für Kinder und Eltern an.

Kinder:

  • Psychologische Begleitung der Psychomotorikgruppe: In Zusammenarbeit mit der ergotherapeutischen Abteilung am SPZ Konstanz gestaltetes Gruppenangebot zur Förderung der motorischen und sozialen Kompetenz.

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