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Leistungsspektrum

Prof. Dr. Gessler untersucht einen kleinen Patienten

© Klinikum Konstanz

Neonatologie und Perinataler Schwerpunkt

  • Frau Dr. Karin Waldecker
  • Prof. Dr. Peter Gessler

Gemäß Krankenhausbedarfsplan fungiert die Klinik für Kinder und Jugendmedizin in Zusammenarbeit mit der Konstanzer Frauenklinik (link) als Perinataler Schwerpunkt. Wir bieten eine umfassende Betreuung von kleinen Frühgeborenen bis hin zum reifen Neugeborenen. Die direkte Verbindung zu den Einrichtungen der Frauenklinik schafft optimale Kooperationsbedingungen.
Die frühzeitige intrauterine Diagnostik lebensbedrohlicher Missbildungen erfolgt durch die Pränataldiagnostiker der benachbarten Frauenklinik (link), zum Teil auch im Rahmen einer gemeinsamen Sprechstunde zu der die Neonatologen (Neugeborenenspezialisten) und Chirurgen des Hauses hinzugezogen werden.

Die Früh und Neugeborenenintensivstation (Neonatologie) liegt in unmittelbarer Nähe von Kreißsaal und Entbindungsstation, so daß die Mütter nahe bei Ihren Kindern bleiben. Pro Jahr werden hier ca. 200 Kinder durch ein Team von erfahrenen Kinderkrankenpflegekräften und Kinderärzten betreut. Die Station ist mit modernsten medizintechnischen Geräten zur Diagnostik, Überwachung und Therapie ausgestattet, ohne dass diese in den Mittelpunkt des Stationsgeschehens treten. Zu unserem Konzept der Neugeborenenbehandlung gehört bereits seit vielen Jahren das sog. "Minimal Handling" als besonders einfühlende und schonende Betreuungsmethode. Auch sind wir bemüht, die Familienintegration und Zusammengehörigkeit von Eltern und Kind von Anfang an zu fördern. Der stimulierende Hautkontakt von Eltern und Neugeborenem bei der "Känguruh-Pflege", bei dem Ihr Kind auf Ihrem Bauch liegt und Ihre Wärme und Nähe spürt, der frühzeitige Einsatz von Muttermilch und eine umfassende Still- und Laktationsberatung stellen dabei wichtige Faktoren dar. Selbstverständlich können die Eltern ihre Kinder rund um die Uhr besuchen und auch für Geschwisterkinder gibt es eine Besuchserlaubnis. Unter unserer Anleitung werden Sie nach und nach Ihr Kind selbst betreuen lernen. Um den Angehörigen eine entsprechende räumliche Nähe zu Ihrem Kind zu ermöglichen, bieten wir die Möglichkeit zur Mitaufnahme eines Elternteils auf die Station.

Auch nach Beendigung des stationären Aufenthaltes stehen wir für Fragen weiter zur Verfügung.

Die Wochenbettstation: Ein erfahrenes Team von Pflegenden betreut die Eltern und ihr Baby in den ersten Tagen nach der Entbindung. Die Station bietet ein "Rooming in" rund um die Uhr an. Wir geben den Eltern Hilfestellung bei der Versorgung des Neugeborenen wie z.B. beim Wickeln, Baden und insbesondere beim Stillen.
Betreut und untersucht werden die Kinder durch die Ärzte der Kinderklinik.

Darstellung der Ergebnisqualität des Perinataler Schwerpunkts am Klinikum Konstanz

Gemäß Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Vereinbarung über Maßnahmen zur QS der Versorgung von Früh- und Neugeborenen

Intensivmedizin

  • Frau Dr. Karin Waldecker
  • Prof. Dr. Peter Gessler

In Kooperation mit der Chirurgisch-Anästhesiologischen Intensivstation werden 1 bis 2 Betten für pädiatrische Patienten jenseits des Säuglingsalters bereitgehalten. Hier wird das gesamte Spektrum der pädiatrischen Notfall- und Intensivmedizin angeboten - der Schwerpunkt liegt dabei bei Patienten mit schweren Infektionszuständen wie Gehirnentzündung, Lungenentzündung, Sepsis (schwere Allgemeininfektion) sowie bei Patienten mit Atemstörungen oder Stoffwechselkrisen.

Neuropädiatrie

  • Frau Dr. Anette Lang-Dullenkopf

Stationäre und ambulante Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit verschiedenen neurologischen Krankheitsbildern. Neben einer großen Ambulanz für Kinder mit Epilepsie werden besonders Kinder mit akuten neurologischen Erkrankungen und Kinder mit Kopfschmerzen betreut. Kinder mit (chronischen) Entwicklungsstörungen werden dagegen im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) Konstanz untersucht und ggf. auch behandelt.
Diagnostisch stehen ein modernes Video-Doppelbild-EEG, Schädelsonographie aber auch die Möglichkeiten der Klinik für Radiologie des Klinikums mit Kernspin- und Computer-tomographie zur Verfügung, ebenso einer moderne Labordiagnostik.

Kopfschmerzen: Die Ursachen des Kopfschmerzes werden abgeklärt, ein Hirntumor -immer die größte Sorge der Eltern- wird ausgeschlossen. In besonders schweren Fällen wird über die Klinik für Schmerztherapie des Klinikums, mit der wir eng zusammenarbeiten, eine Therapie mit Laserakupunktur eingeleitet. Sollte diese nicht zum Erfolg führen, wird die Teilnahme an einer Gruppentherapie für Kinder mit Kopfschmerzen in unserem SPZ angeboten. Eine medikamentöse Behandlung der Kopfschmerzen setzen wir nur in besonders gelagerten Ausnahmefällen ein. Besonders bei schweren Formen der Migräne ist sie aber manchmal unverzichtbar.

EEG in Kinderklinik und SPZ

Eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe haben die EEG-Assistentinnen zu erledigen, denn sie müssen innerhalb weniger Minuten eine zuverlässige aussagekräftige EEG-Ableitung anfertigen und dies oft bei Säuglingen und Kleinkindern, die den Sinn und Zweck einer solchen Untersuchung noch gar nicht verstehen können. Die Kinder müssen dabei möglichst ruhig liegen und dürfen nicht schreien, da sonst die Aufzeichnung nicht verwertbar ist. Vom Ergebnis der Untersuchung hängt immer eine wichtige diagnostische Aussage ab, z.B. ob sich ein Verdacht auf Hirntumor ergibt, ob eine Epilepsie vorliegt oder vielleicht eine Hirnentzündung.
Die EEG-Assistentinnen versuchen mit allen Tricks, die Kinder ruhig und bei Laune zu halten. Dazu wird u.a. im Hintergrund meditative Musik abgespielt.
Das EEG in der Kinderklinik wird digital mit gleichzeitiger Video-Aufzeichnung der Kinder aufgenommen. Auch ein Gerät zur 24-Stunden-Langzeitaufzeichnung steht zur Verfügung, so
daß die Abteilung technisch auf dem neuesten Stand ist.

Sozialpädiatrisches Zentrum

  • Ansprechpartner über Sekretariat SPZ Frau Dr. Anette Lang-Dullenkopf, Prof. Dr. P. Gessler
  • Beschreibung

Pneumologie

  • Ansprechpartner: Dr. Andreas Boeckmann , Dr. Peter Salfeld , Kinderpneumologen
  • Spirometrie und Bodyplethysmographie ab dem Alter von ca. 4 Jahren mit kindsgerechten Motivationsprogrammen
  • Unspezifischer Provokationstest mit Laufband oder freier Laufbelastung
  • Flexible Bronchoskopie:
    • Evaluation der Atemwege, Klärung der Anatomie und Beobachtung der dynamischen Komponenten unter Spontanatmung
    • Lavage der Lunge zur Abklärung von Infektionen, Autoimmunerkrankungen und Lungengerüsterkrankungen (BAL)
    • Abklärung von fixierter pfeifender Atmung, wiederkehrenden Atelektasen, restriktiven Lungenerkrankungen, schwerwiegenden Infektionen etc.
    • Ausstattung: Kindgerechtes flexibles Vidoebronchoskop, erfahrene Kinderanästhesie
  • Schulung der Inhalationstechniken durch ausgebildete Asthmatrainer
  • Demonstration und Austestung der verschiedenen Inhalationsgeräte und -hilfen mit wirkstofffreien Modellen
  • Pilocarpin-Iontophorese (Schweißtest) mit Bestimmung der Leitfähigkeit und des Chloridgehaltes im Schweiß
  • Schlafuntersuchung mit kardiorespiratorischer Polygraphie ("kleines Schlaflabor")
Die Kinderpneumologen Dr. Salfeld und Dr. Boeckmann

© Klinikum Konstanz

Abb: Die Kinderpneumologen Dr. Salfeld und Dr. Boeckmann

Hämatologie und Onkologie

  • Ansprechpartner: Prof. Dr. Peter Gessler

Die Therapie bei bösartigen Erkrankungen wird teilweise stationär und teilweise ambulant durchgeführt. In jedem Fall erfolgt die Therapie in Kooperation mit einer Universitätskinderklinik. Die Nachsorge kann ebenfalls bei uns erfolgen. Zu unserem Konzept gehören neben der medizinischen und pflegerischen Betreuung:

  • Elternunterkunft
  • Betreuung durch eine Psychologin
  • Mal- und Spieltherapie durch ausgebildete Therapeuten bzw. Erzieherinnen
  • regelmäßige Visite durch den Klinikclown

In der Hämatologie betreuen wir unter anderem Patienten mit Anämieformen, mit Immundefekten und Thrombozytopenien.

Diabetes

  • Ansprechpartner: Dr. Andreas Böckmann, Pädiatrischer Diabetologe/Endokrinologe

Das "Diabeteszentrum Regio Bodensee" ist entstanden aus der Kooperation der Kinderkliniken Konstanz und Münsterlingen (Schweiz) im Bereich Kinderdiabetes. Es ist eine Anerkannte Schulungs- und Behandlungseinrichtung der Deutschen Diabetesgesellschaft (DDG). Weiterhin besteht eine Anerkennung als Weiterbildungsstätte für die Zusatzbezeichnung Kinderdiabetologe/-endokrinologe für den Zeitraum von 18 Monaten.

"Ich und mein Diabetes"

Der Alltag von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes unterscheidet sich kaum von dem der gesunden Altersgleichen.

Diabetes aus der Sicht der 11jährigen Melanie

Die optimale Diabetesbehandlung sollte so gestaltet werden, dass

  • zum einen das Therapieziel erreicht und beibehalten wird,
  • zum anderen sollten die individuellen Lebenspläne und der Alltag soweit wie möglich nicht vom Diabetes und der Therapie beeinflusst werden.
Diabetes aus der Sicht der 11jährigen Melanie

Ein gesundes Selbstbewusstsein wird gefördert.

Das Diabetes-Team der Kinderklinik Konstanz besteht aus einem Kinderdiabetologen und zwei Diabetesberaterinnen DDG. Ein diabetologisch ausgebildetes und erfahrenes Pflegeteam leitet die Patienten und deren Familien in der Berechnung der Kohlehydrate, der Spritztechnik und der korrekten Umsetzung der angeordneten Therapie an.

Daneben stehen dem Team weitere Fachkräfte zur Seite: Unsere Physiotherapeutinnen unterstützen uns bei der Festlegung der Therapieanpassung bei Sport und bei den stationären Schulungen. Frau Neider, unsere Psychotherapeutin bearbeitet mit den Patientenfamilien die psychischen Belastungen, die mit der Krankheit verbunden sind.

In der Diabetes-Ambulanz betreuen wir Kinder und Jugendliche mit Diabetes auf Zuweisung durch einen niedergelassenen Arzt. Hier werden die notwendigen regelmäßigen körperlichen und laborchemischen Untersuchungen durchgeführt. Es findet eine Beratung über Insulintherapie und Stoffwechselmonitoring incl. Ernährungsberatung, Geräteschulung und Auslesen von Blutzuckergeräten und Insulinpumpen statt. Bei Bedarf kann unsere Psychotherapeutin hinzugezogen werden.

Wir bieten das gesamte Spektrum moderner Diabetestherapie an: Herkömmliche intensivierte Insulintherapie mit Normal- und NPH-Insulin, Therapie mit kurz- und langwirksamen Analoginsulinen sowie Insulinpumpentherapie mit den verschiedenen aktuellen Pumpenmodellen. Eine kontinuierliche Blutzuckermessung über einige Tage (Guardian REALTIME) ist ebenfalls möglich. Um unseren kleinen Patienten möglichst wenige "große" Blutabnahmen zumuten zu müssen, haben wir die Möglichkeit, den HbA1c aus Kapillarblut durchzuführen. Damit ist die HbA1c-Messung so einfach wie eine Blutzuckermessung. Unsere Ambulanz hat die Zulassung zur Teilnahme am Strukturierten Behandlungsprogramm für Kinder und Jugendliche mit Diabetes Typ I ("Disease Management Program",DMP). Neuschulungen und Nachschulungen werden je nach Fragestellung und Umfang stationär und ambulant im Rahmen der Ambulanztermine durchgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt sind stationäre Schulungen mit Erlebnischarakter. Diese bieten wir vor allem im Sommer auch für Kinder und Jugendliche an, die sich nicht in dauerhafter Betreuung bei uns befinden.

Weitere Informationen mit Terminen zum Download

Gastroenterologie:

  • Ansprechpartner: Dr. Andreas Böckmann, Frau Dr. Karin Waldecker

In unserer Klinik werden Kinder mit Beschwerden und Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber sowie Kinder mit Ernährungsstörungen abgeklärt und behandelt.

Folgende Untersuchungen und Eingriffe werden durchgeführt:

  • Belastungstests mit H2-Exhalationsmessung (Fructosebelastungstest, Lactosebelastungstest, Glucosebelastungstest, Sacharosebelastungstest)
  • Ösophageale Langzeit-pH-Metrie
  • Bestimmung der Darmpassagezeit

Endoskopien ab dem Säuglingsalter in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Innere Medizin, Endoskopie: Herr Dr. Th. Hannemannn

  • Oesophagogastroduodenoskopie (Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm)
  • Anlage und Wechsel von perkutaner endoskopischer Gastrostomie (PEG)
  • Koloskopie (Spiegelung von Dickdarm und Ileum)

Schlafmedizin

Schlaf, Kindlein, schlaf,...- wenn Kinder nicht schlafen können.

  • Ansprechpartner: Prof. Dr. Peter Gessler, Dr. Andreas Böckmann

Die Schlafmedizin befasst sich mit Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus. Solche Störungen sind häufiger als bisher angenommen und können beträchtliche Auswirkungen auf die Gesundheit, das Verhalten und die Entwicklung des Kindes haben und das familiäre Umfeld erheblich belasten. Thematisch zu nennen sind Störungen der Atmung während des Schlafes bei Neugeborenen und Säuglingen, das nächtliche Schnarchen im Kleinkindes- und Schulalter (obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom), schlechter Schlaf bei Schulkindern und Psychosomatische Aspekte der kindlichen Schlafstörung.

Die Klinik für Kinder und Jugendliche mit Sozialpädiatrischem Zentrum bietet eine umfassende Abklärung von Schlafstörungen bei allen Neugeborenen, Säuglingen, Kindern und Jugendlichen an, leitet therapeutische Maßnahmen ein und berät die Eltern. Die Schlafmedizin im Kindes- und Jugendalter ist eine interdisziplinäre Aufgabe, die eine enge Kooperation zwischen Entwicklungspädiatrie, Neuropädiatrie, Psychologie, Kinderpsychiatrie, Neugeborenenmedizin und Intensivmedizin, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kinderkardiologie, Kinderpulmologie, Pflegenden und Pädagogen erfordert. Mit diesem multiprofessionellen Team berücksichtigen wir den ganzheitlichen Aspekt solcher Störungen.

Wir bieten eine Abklärung von Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus an. Bitte wenden Sie sich bei

  • Säuglingen und Kleinkindern bis 3 Jahren mit Schlaf-, Fütter- und Schreistörungen an das Sekretariat des Sozialpädiatrischen Zentrums, Tel. 07531-801 1677.
    Ärztliche Ansprechpartner sind Frau Dr. S. Vrdoljak (Vertreterin Frau Dr. Lang-Dullenkopf).
    Psychologische Ansprechpartner sind Frau Dipl.-Psych. Scherbarth-Roschmann.
  • Kinder und Jugendliche aller Altersstufen (vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen mit 18 Jahren) mit Atemstörungen im Schlaf im Sinne von Atempausen, unregelmäßiger Atmung, Ein- und Durchschlafstörungen einschließlich spezieller kinderpsychiatrischer Fragestellungen oder auch auffallender Blässe oder Blauverfärbung im Schlaf an
    das Sekretariat der Kinderklinik, Tel. 07531-801 1651.
    Ärztliche Ansprechpartner sind Herr Prof. Dr. Gessler oder Dr. Böckmann.
  • Kinder und Jugendliche mit neurologischen Fragestellungen (z.B. Krampfanfällen) oder unklaren Bewegungsabläufen im Schlaf an
    die Neuropädiatrische Ambulanz, Tel. 07531-801 1677.
    Ärztliche Ansprechpartnerin ist Frau Dr. Anette Lang-Dullenkopf.

Nach Rücksprache mit Ihnen bitten wir Sie evtl. ein Schlafprotokoll zu führen, einen Fragebogen auszufüllen oder geben Ihnen auch schon Hinweise welche diagnostische Schritte wir als sinnvoll erachten. Hierbei kann es sein, dass wir eine Polysomnographie (Langzeitaufzeichnung im Schlaf) durchführen wollen. Hinweise hierfür als auch allgemeine Informationen finden Sie nachfolgend:

Psychosomatik und Psychotherapie

  • Frau Dipl. psych. Annegret Neider, Frau Dipl. Psych. M. Niklander, assoziiert Kinder- und Jugendärztliche Praxis Dres Borns et. al.

Der Bereich Psychosomatik und Psychotherapie ist in die Kinderklinik eingebunden. Die Behandlung basiert auf der Integration von organischer Diagnostik bzw. Therapie in eine psychotherapeutisch-psychosoziale Vorgehensweise. Die Betreuung erfolgt stationär (teilweise mit Beurlaubung). Das Team setzt sich zusammen aus einem Kinder- und Jugendpsychiater, einem Stationsarzt, einer Psychologin und den Pflegenden der Station. Schulunterricht erfolgt durch die Lehrkräfte der Schule für Kranke.

Im Gespräch

© Klinikum Konstanz

Abb: Im Gespräch

? manchmal

können schulische, familiäre oder auch andere Belastungsfaktoren vielfältige körperliche Beschwerden nach sich ziehen - oder auch die Symptomatik einer vorhandenen chronischen Erkrankung verstärken. Oft sind die Zusammenhänge für die Patienten selbst und ihre Eltern nicht auf den ersten Blick erkennbar. Wenn die Beschwerden trotz negativem organischen Befund nicht verschwinden, macht sich Hilflosigkeit breit. Nicht selten ist ein regelmäßiger Schulbesuch schon seit einiger Zeit nicht mehr möglich. Hier kann eine frühzeitige Beratung, gegebenenfalls unter Einbeziehung der Geschwister, sehr hilfreich sein.

? manchmal

leidet ein Kind oder Jugendlicher an einer schweren chronischen Erkrankung, deren Behandlung einen hohen Einsatz erfordert oder auf andere Weise hohe Belastungen für die Familie mit sich bringt. Hier kann es hilfreich sein, im Rahmen eines Familiengesprächs oder einer Elternberatung gemeinsam zu überlegen, wie ein angemessener, nicht die Symptome verstärkender Umgang mit der Krankheit aussehen und wieder Freiraum für andere Dinge entstehen kann.

© Klinikum Konstanz

Erfahrungsgemäß ist eine Inanspruchnahme des psychologischen Angebots sinnvoll bei?

  • rezidivierenden Bauchschmerzen
  • Migräne und Spannungskopfschmerzen
  • Enkopresis (Einkoten) und Enuresis (Einnässen)
  • frühkindlichen Fütterstörungen
  • Suizidgefahr oder nach Suizidversuch zur Krisenintervention
  • organisch schwer einzuordnenden Beschwerden wie z.B. Bewegungsstörungen oder starken Somatisierungen
  • Erstmanifestation eines Diabetes, eines Morbus Crohn oder einer anderen chronischen Erkrankung
  • Verdacht auf Ängste, Depressionen oder Zwänge
  • Im Rahmen von Krebserkrankungen. Hierbei besteht eine Zusammenarbeit mit dem Projekt KOBRA (Kinderonkologische Betreuung im regionalen Raum) der Universitätsklinik Freiburg.
  • Verdacht auf Essstörungen zur Abklärung, ob eine ambulante oder stationäre Behandlung erforderlich ist.
  • Anorexia nervosa, wofür wir ein   Behandlungskonzept haben.

Kinderkardiologie

  • Dr. Thomas Seiler
  • Frau Dr. Désirée Ehrlinspiel

Stationäre und ambulante Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Herzkrankheiten, vor allem angeborenen Herzfehlern.
Vorfeld-Diagnostik und Weiterbetreuung nach Eingriffen (Herzkatheter, Herzoperation) im jeweiligen Kinder-Herzzentrum in enger Zusammenarbeit mit dem Kinder-Herzzentrum. Verzahnung von stationärer und ambulanter Betreuung vor Ort.

Link zur Kinderkardiologischen Praxis (unter Ambulanzen)

Kinderendokrinologie:

  • Ansprechpartner: Dr. Andreas Böckmann, Kinderdiabetologe/-endokrinologe

Sowohl stationär wie auch im Rahmen unserer Ambulanz bieten wir eine umfassende Diagnostik und Therapie von endokrinologischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter an.

  • Wachstumsstörung: Kleinwuchs und Hochwuchs, Turner Syndrom, Prader-Willi-Syndrom, SHOX-Defizienz, Bestimmung der prospektiven Endlänge (Endgrößenprognose/Wachstumsprognose)
  • Pubertätsstörung: zu frühe und zu späte Pubertät (Pubertas praecox/ Pubertas tarda, Hypogonadismus), vorzeitige Entwicklung von Schambehaarung (prämature Pubarche), vorzeitige Brustentwicklung (prämature Thelarche), Brustentwicklung beim Jungen (Gynäkomastie)
  • Störungen der Nebenniere und der Geschlechtshormone: Adrenogenitales Syndrom (AGS) Addison-Syndrom, Cushing-Syndrom und andere
  • Erkrankungen der Schilddrüse: Morbus Basedow, Hashimoto-Thyreoiditis, angeborene und erworbene Hypothyreose
  • Erkrankungen der Hypophyse: Wachstumshormon-Mangel, Hypophyseninsuffizienz, Diabetes insipidus, und andere

Zur speziellen Diagnostik führen wir endokrinologische Funktionstests je nach Umfang ambulant oder stationär durch. Knochenalterbestimmungen werden nach den gängigen Methoden vorgenommen. Ultraschalluntersuchungen von den endokrinen Organen sowie die Möglichkeit der kernspintomographisch Untersuchung der Hypophyse komplettieren die diagnostischen Möglichkeiten.

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