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Am Klinikum Konstanz nimmt die Diabetesbetreuung einen besonderen Stellenwert ein. Die Diabetologie ist ein Fachgebiet der Inneren Medizin, aber wir betreuen Diabetiker auf allen Stationen im Haus. Uns werden alle Diabetiker gemeldet, unabhängig vom Aufnahmegrund, die wir bei Bedarf schulen und mitbetreuen. Wir arbeiten eng mit Physiotherapeuten (Diabetikerbewegungsgruppe) und Psychotherapeuten zusammen.
| Dialyse | ||||||
| Intensivstation | Herzzentrum/ Kardiologie | |||||
| Augenklinik | Diabetologie im |
Chirurgie | ||||
| Kinderklinik | Urologie | |||||
| Frauenklinik | ||||||
Weitere interdisziplinäre Bereiche, in denen das Diabetes-Team eingesetzt ist:
Im Falle eines chronischen Nierenversagens kann dieser Zustand durch eine sogenannte Blutwäsche (Dialyse) maschinell überbrückt werden. In der Regel ist dann eine Behandlung von ca. 3 - 5 Std. 3x pro Woche notwendig.
Ein schlecht eingestellter Diabetes kann zu chronischem Nierenversagen führen.
Die Vermeidung dieser schweren Komplikation ist absolut vorrangig. Dafür ist folgendes wichtig:
Derzeit werden am Klinikum 25 Patienten dauerhaft dialysiert, davon sind 36% Diabetiker. Bei ihnen führt der Diabetologe in regelmäßigen Abständen Fußvisiten durch, um schon kleinste Veränderungen bzw. Verletzungen zu erkennen und zu behandeln. Bei auftretenden Problemen werden die Diabetiker vom Diabetesteam mitbetreut und geschult.
Spezielle Stoffwechselentgleisungen wie:
benötigen eine intensivmedizinische Betreuung und Überwachung.
Das Risiko für Diabetiker, eine koronare Herzkrankheit zu entwickeln, ist im Vergleich zu Nichtdiabetikern ca. 5-fach erhöht. Das Risiko steigt weiter durch Rauchen, erhöhte Blutfette, Bluthochdruck und Übergewicht.
Um eine koronare Herzkrankheit zu verhindern, ist folgendes wichtig:
Wir bieten Blutdruckschulungen und Ernährungsberatungen an. Zur allgemeine Diabetes-diagnostik gehört bei uns eine 24-Stunden-Blutdruckmessung, EKG und ebenso die Kontrolle der Blutfette.
Bei Verdacht auf eine bedeutsame Arteriosklerose der Herzkranzgefäße mit Angina pectoris (Vorstufe zum Herzinfarkt) kann im Herzzentrum mit einem Linksherzkatheter (Koronarangiographie) die exakte Diagnose gestellt werden.
Oberarzt Dr. F. Hamann (Kardiologe) ist sowohl im Klinikum Konstanz als auch im Herzzentrum tätig. Er führt vorrangig die invasive Diagnostik und interventionelle Therapie bei unseren Diabetikern durch.
Mögliche Therapien sind:
Durch die jährlichen augenärztlichen Untersuchungen sollen Veränderungen an:
rechtzeitig erkannt werden.
Diese Untersuchung ist ein wesentlicher Stützpfeiler zur Verhinderung von Erblindung. Bei bereits eingetretenen Veränderungen der Netzhaut kann eine Laserbehandlung das weitere Fortschreiten verhindern.
Die niedergelassenen Augenärzte Dr. Longère und Prof. Dr. Reichel führen alle notwendigen Untersuchungen und spezielle Therapien am Klinikum durch.
Diabetiker mit Erstdiagnose oder solchen, die zur Einstellung stationär aufgenommen sind, wird eine Augenkontrolluntersuchung angeboten.
Ein nicht gut eingestellter Diabetes kann zu schlecht oder nicht heilenden Wunden führen. Darum ist es besonders vor und nach Operationen wichtig, dass die Blutzuckerwerte möglichst normnahe sind. Wir betreuen alle Diabetiker auf chirurgischen Stationen und passen bei Bedarf die Therapie der momentanen Situation an. Wir bieten dem Patienten und Angehörigen Schulungen und Beratungen an, z.B. zu den Themen Ernährung, Selbstkontrolle, Penschulung und Insulintherapie.
Kinderklinik
Kinder mit Diabetes und deren Eltern brauchen eine besondere Form der Betreuung. Hierfür haben wir eine eigene Klinik mit Diabetesambulanzzulassung und Zertifizierung durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft.
Dort behandeln ein Kinderdiabetologe/ Kinderendokrinologe und eine Diabetesberaterin gemeinsam mit einem eingearbeiteten Team von Kinderkrankenschwestern, Psychotherapeuten und Physiotherapeuten stationär und ambulant Kinder und Jugendliche mit Diabetes. Aber jedes Kind wird einmal erwachsen. Diesen Übergang wollen wir begleiten, indem beide Abteilungen unterstützend zusammen arbeiten.
Frauenklinik
Ziel unserer engen Zusammenarbeit ist die Umsetzung der St. Vincent-Deklaration von 1989.
Reduktion der Schwangerschaftskomplikationen bei:
auf das Niveau von Nicht-Diabetikerinnen.
Deshalb bieten wir folgendes an:
Die Urologische Klinik ist unser Ansprechpartner bei:
Schon kleinste Wunden und Druckstellen an den Füssen können bei Diabetikern fatale Folgen haben. Um diese Gefahren zu erkennen, zu behandeln und somit Amputationen zu vermeiden, hat sich 2007 eine interdisziplinäre Fußstation mit einer Fußambulanz am Klinikum Konstanz etabliert. Auf dieser Station arbeiten Internisten, Diabetologen, Gefäßchirurgen, Diabetesberaterinnen, Wundpfleger, Podologe und orthopädischer Schuhmacher eng zusammen.
Zwei Komplikationen können zu einem Diabetischen Fußsyndrom führen:
Bei einem diabetischen Fußsyndrom mit schlecht oder nicht heilenden Wunden müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um eine drohende Amputation zu vermeiden.
Dazu gehören:
Bei einer gleichzeitig vorliegenden Durchblutungsstörung des betroffenen Beines muss gemeinsam entschieden werden, mit welcher Maßnahme die Durchblutung verbessert werden kann:
Auf interdisziplinären Fußvisiten wird die Behandlung und Vorgehensweise gemeinsam festgelegt.
Wir bieten Diabetikerschulungen (auch Anleitung zur richtigen Fußpflege) für den Patienten und Angehörige an, optimieren bei Bedarf die Diabetestherapie und sorgen für eine podologische Fußpflege.
In der Fußambulanz können die Patienten auch zu Hause bei Bedarf weiter betreut werden.
Eine Chemotherapie oder Strahlentherapie kann einen Diabetes negativ beeinflussen, darum bieten wir eine Mitbetreuung an.
Wir passen die Therapie an und bieten Schulungen an.
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