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Klinikum Konstanz

Klinik für Visceral-, Kinder
und Gefäßchirurgie

 

Thorax- und Gefäßchirurgie

Die Thoraxchirurgie umfasst die Chirurgie der Lunge und des Brustfells, aber auch der Brustwand und der intrathorakal gelegenen Organe wie Speiseröhre und Thymus. Eingriffe zur Diagnostik unklarer Lungenveränderungen können ebenso wie die Behandlung von Kollapszuständen der Lunge, die durch das Platzen von Lungenbläschen auftreten, in der Regel minimalinvasiv durchgeführt werden.

Wie im Bauchraum werden hierzu über kleine Hautschnitte Kameraoptiken, Lichtquelle und Instrumente eingebracht und die operativen Schritte werden auf einem Fernsehmonitor verfolgt.

Auch bei krankhafter Schweißneigung an den Händen (sog. Hyperhidrosis) kann über den thorakoskopischen Zugang die Durchtrennung von Nervenfasern im Brustraum erfolgen und so zu einer deutlichen und bleibenden Verbesserung dieser Symptomatik führen.

Bösartige Tumoren und Metastasen erfordern in der Regel weiterhin den offenen Zugang. Die Behandlung von Bronchialkarzinomen und Lungenmetastasen ist wiederum eingebettet in ein intensives interdisziplinäres Konzept in Zusammenarbeit mit der Onkologie im Zentrum für Innere Medizin und der Strahlentherapie.

Gefäßchirurgie

Die Gefäßchirurgie umfasst die operative Therapie an den Blutgefäßen, den Arterien und Venen. Akute Gefäßverschlüsse der Arterien entstehen durch Gerinnsel in der Blutbahn (Embolus) und führen in der Regel zu schlagartig auftretenden, bedrohlichen Durchblutungsminderungen einer Extremität. Meist ist eine schnelle Therapie erforderlich um die bedrohte Extremität zu retten. Dies kann entweder durch eine Operation, eine sogenannte Embolektomie, erfolgen oder durch eine medikamentöse Auflösung der Gerinnsel (sog. Lyse-behandlung) über spezielle Katheter, die in das Gefäßsystem eingebracht werden.

Die Arteriosklerose, häufig gefördert durch übermäßigen Nikotingenuß, ist die Hauptursache für chronische Gefäßverschlüsse, die von einer Einschränkung der schmerzfreien Gehstrecke (Schaufensterkrankheit) bis zu Gewebsuntergängen im betroffenen Extremitätenbereich (Raucherbein) führen kann. Die enge Zusammenarbeit im Angiologischen Arbeitskreis mit dem Institut für Röntgendiagnostik sowie der Medizinischen Klinik erlaubt eine genaue Bestimmung von Ausmaß und Lokalisation durch Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmittel oder durch spezielle Ultraschall-Untersuchungsverfahren. In interdisziplinärer Zusammenarbeit wird dann beschlossen, ob eine Aufdehnung des eingeengten Gefäßsystems (Dilatation), das Einsetzen von Kunststoff- oder Metallröhrchen (Stents) oder eine Operation zur Gefäßausschälung oder dem Einsetzen von Bypässen erforderlich ist.

Bei Einengungen der Halsschlagader sind je nach Ausmaß und Symptomen Operationen zur Schlaganfallprophylaxe notwendig. Weitere Schwerpunkte sind die Aneurysmachirurgie der Aorta und der Beckenarterien, d.h. das Ersetzen erweiterter und durchbruchgefährdeter Anteile der großen Körperschlagadern, sowie die Shuntchirurgie zur Dialysebehandlung bei chronischer Niereninsuffizienz. Bei den Venen stehen die Krampfadern der Beine im Vordergrund aber auch Thrombosen mit der Gefahr der Lungenembolie bedürfen gelegentlich der operativen Behandlung.

Bei der Implantation von Herzschrittmachern erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit den Zentrum für Innere Medizin. Wenn die Notwendigkeit einer solchen Behandlung besteht, wird die Herzschrittmacherimplantation gemeinsam mit den internistischen Kollegen im Operationssaal durchgeführt.

  
 
 

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Aktualisiert: 16.12.2008


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