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Die gastroösophageale Refluxkrankheit (Tabelle) ist die häufigste gutartige Funktionsstörung in der Speiseröhre. Ihre Ursache liegt meistens in einer sog. Sphinkterinkompetenz des unteren ösophagealen Sphinkters, aber auch Ösophagusperistaltikstörungen, eine persistierende gastrale Azidität oder duodeno-gastro-ösophagealer Reflux können assoziiert sein und zum Beschwerdebild und den Komplikationen der Erkrankung beitragen. Die meisten Patienten werden gegenwärtig bestens mit behandelt. Nur bei progressiver Verlaufsform der Refluxkrankheit, die höchstens 10 bis 20% der Patienten betrifft, muss eine Operationsindikation diskutiert werden. Faktoren, die zur OP-Indikation beitragen, sind ein weitgehender Funktionsverlust der mechanischen Antirefluxbarriere des unteren ösophagealen Sphinkters, Regurgitation von Flüssigkeit und Speisen, manchmal sogar assoziiert mit Aspirationsproblematik, Restsymptome oder gar Restösophagitis trotz optimaler Protonenpumpeninhibitorentherapie, ein entsprechender Leidensdruck des Patienten und Einschränkung der Lebensqualität bzw. Compliance-Problematik des Patienten mit der konservativen Therapie, z. B. Ablehnung einer jahrzehntelangen chronischen Medikamenteneinnahme oder Unverträglichkeiten (Abb. 1-4).
| Gastroösophageale Refluxkrankheit | |
| Endoskopie / Histologie bei Barrett-Verdacht pH-Metrie ggf. Manometrie (Radiographie) |
Protonenpumpeninhibitoren (H2-Blocker) Antireflux-Operation |
Die am weitesten verbreitete Technik und wirksamste Methode der Antirefluxoperation ist die Nissen-Fundoplicatio, eine 360 -Manschette um die Hochdruckzone des unteren ösophagealen Sphinkters. Diese Operationstechnik war besonders in der Vergangenheit nicht nebenwirkungsfrei, da es bei den Patienten häufig zu postoperativ persistierender Dysphagie und Gasbloat-Symptomen kam. Durch Einkürzung der Manschette und spannungsfreie Position konnten diese Nebenwirkungen reduziert werden. Die laparoskopischen Methoden haben die konventionellen offenen Operationsverfahren als Standardmethode abgelöst. Dies gilt sowohl für die 360 -Nissen-Manschette als auch für die verschiedenen Formen der Teilmanschetten wie die posteriore Hemifundoplicatio nach Toupet und die anteriore Hemifundoplicatio nach Dor.
© Klinikum Konstanz
Abb 1: Intraoperativer Befund bei Refluxkrankheit und Hiatushernie
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Abb 2: Speiseröhre angeschlungen und die Magenfunduslappen sind zur Umhüllung vorbereitet
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Abb 3: Schematische Darstellung der Fundoplikatio
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Abb 4: Befund nach Herstellen der Manschette als Refluxbarriere
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