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Sie fragen, Mediziner antworten- Zurück zur Übersichts- und Auswahlseite Telefonhotline zu HANDCHIRURGIEFragen und Antworten der Telefonhotline mit Oberarzt Dr. Volker, Kammermeier zu Handchirurgie, Mai 2009 Ich habe eine Daumensattelgelenksarthrose, kann ich das hier in Konstanz operieren lassen?Die Daumensattelgelenksarthrose oder wie sie in der Fachsprache heißt Rhizarthrose ist eine häufige Erkrankung, die im Klinikum Konstanz sehr oft operiert wird. Bei der Operation wird das Vieleckbein entfernt und der erste Mittelhandknochen mit einer Sehne am zweiten Mittelhandknochen befestigt. Es erfolgt anschließend eine 4-wöchige Ruhigstellung und dann eine 2-wöchige krankengymnastische Nachbehandlung, bei der der Daumen jedoch noch nicht belastet werden sollte. Nach 6 Wochen kann der Daumen wieder kraftvoll eingesetzt werden. Die Operation hat sehr gute Erfolgsaussichten und wird häufig nacheinander an beiden Daumen durchgeführt. Durch einen Unfall ist das Mittelgelenk eines Langfingers zerstört, kann man das mit einem künstlichen Gelenk ersetzen?Wenn Jemand mitten im Erwerbsleben steht und seine Handkraft voll einsetzen muss, ist der künstliche Gelenkersatz nicht zu empfehlen, da die künstlichen Fingergelenke hohe Belastungen, wie sie bei handwerklichen Berufen entstehen, auf Dauer nicht aushalten. Bei leichten körperlichen Belastungen wie z.B. Schreibmaschineschreiben, Autofahren etc. kann man hier mit dem Gelenkersatz sehr viel großzügiger sein. Bei Patienten, die systemische Erkrankungen haben wie z.B. Rheumapatienten, sind in der Regel viele Gelenke betroffen. Hier sollte man, um eine möglichst gute Funktion und vor allen Dingen auch Beschwerdereduktion zu erreichen, abhängig vom Ausmaß der Gelenkzerstörungen, sehr viel großzügiger mit den künstlichen Gelenkersatzteilen. Es gibt bei den künstlichen Fingergelenken nicht die langen Beobachtungszeiten wie man sie von Hüft- oder Knieendoprothesen kennt. Ich habe Rheuma und meine Gelenke sind verdickt.Die rheumatischen Erkrankungen haben sehr viele Facetten, die sowohl die Sehnen als auch die Gelenkhäute und den Knochen betreffen. Von daher muss sehr differenziert untersucht werden, was man in welcher Reihenfolge chirurgisch angeht. Die chirurgische Therapie ist immer nur eine zusätzlich Therapie zu einer medikamentösen Basistherapie. Da das Rheumaleiden in der Regel ein, wenn auch häufig langsam fortschreitendes Leiden ist, müssen die einzelnen Operationen gut gegeneinander abgewogen werden, da in der Regel jede betroffene Hand mehrfach an unterschiedlichen Stellen operiert werden muss. Ich habe eine Gefühlsstörung in der Hand, was kann man tun?Gefühlsstörungen in der Hand sind sehr häufig Ausdruck eines Engpass-Syndroms, entweder des Mittelnerven, also des N. medianus, was auch als Karpaltunnelsyndrom bekannt ist, oder als Einengung des N. ulnaris, was sehr viel seltener auftritt und als Syndrom der Loge de Guyon bekannt ist. Diese Nervenengpass-Syndrome sollten vom Neurologen mit untersucht werden, um die Nervenleitgeschwindigkeiten zu messen. Sollten die Nervenleitgeschwindigkeiten gewisse Grenzen überschreiten, sollte handchirurgisch eine Nervenlösung durchgeführt werden, damit sich die Nerven wieder erholen. Dies sind in aller Regel kleine Eingriffe, die ambulant durchgeführt werden, häufig sogar in lokaler Betäubung und keine Ruhigstellung der Hände in einer Gipsschiene nach sich ziehen. Mann sollte bei solchen Engpass-Syndromen nicht zu lange warten, da man von handchirurgischer Seite nur dafür sorgen kann, dass der Nerv optimale Bedingungen zur Erholung hat. Auf die Nervenerholung hat man keinen Einfluss. Wenn zu lange gewartet wird, kann es mal vorkommen, dass sich der Nerv nicht mehr erholt und damit permanente Lähmungen oder Gefühlsminderungen bestehen. Ich habe ein Schnappen im Finger, was kann man tun?Der sog. Schnappfinger ist eine häufige Erkrankung, die dadurch bedingt ist, dass das 1. Ringband, das sich in Höhe des Grundgelenkes befindet relativ eng ist und somit die Beugesehen nicht richtig gleiten kann. Die Ursache dieser Erkrankung ist häufig nicht zu eruieren. Die Therapie ist recht einfach. Es kann in lokaler Betäubung das Ringband gespalten werden. Dadurch erweitert es sich ein wenig, so dass die Sehne wieder problemlos gleiten kann. Das Schnappen ist immer sofort weg und die Schmerzen entwickeln sich sehr rasch zurück. Auch dies ist ein kleiner, etwa 10-minütiger handchirurgischer Eingriff, der ambulant durchgeführt wird. - Zurück zur Übersichts- und Auswahlseite |
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